Blutgeld vs SGBII & Datenschutz am Uniklinikum
Verfasst von Uli E unter Privates Offen am 27. Januar 2012
Blutgeld
Heute war ich nach einiger Zeit mal wieder Blut spenden und zur Feier des Tages, es war die 50 Blutspende in meinem Leben, musste zweimal gestochen werden – erst rechts die Vene durchstochen – links klappte es dann. In der Voruntersuchung geniale Werte – der Eisengehalt von 13,5 (Untergrenze) hat sich auf 15,5 (seit über zwei Jahren mal wieder) verbesssert – der Blutdruck 118/80 und auch der war beim letzten mal wenig erfreulich – Puls glatte 80 – besser als beim letzten mal – er ist wieder runter ob ich allerdings trotz der Diziplinarmassnahmen (mehr Bewegung, frischeres gesunderes Essen (soweit Etat das zulässt), Twitter/ Facebook Absitinenz, andere Surrogates und sich nicht mehr Fremdbestimmt bespielen lassen) wieder auf die Werte von vor 10 Jahren komme wird sich weisen – damals als Fahrradkurier hatte ich nen Ruhepuls 60. Am Ende der Spende gabs für gesamt ~470 ml Blut und eine Stunde Aufenhalt wie immer eine Aufwandsentschädigung (Blutgeld*) in Höhe von 23 €. Kostbar zudem – Blutgruppe 0, Rhesusfaktor negativ.
SGBII
Soweit die Werte und Eckdaten, mit den o.g. Variabeln lässt sich nur wenig anfangen, naja, relativ wenig – jemand könnte meiner “Fall”-Managerin bei der Stadt-Göttingen stecken ich hätte nicht angegebene Nebeneinnahmen in diesem Falle provokant Blutgeld genannt. Man würde dann abermals lange rumprozessieren, so meine Erfahrung und am Ende dann kurz vorm Urteil würde der Landkreis (Mal Klägerin, mal Beglagte) einlenken und erkennen müssen:
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Eben wie es uns das Grundgesetz Artikel 1 (1), aber auch ein Ralph Boes lehrt.
Also lieber Lump im Land, der Denunziant, sei an dieser Stelle aufgerufen mir ein Verfahren zu ermöglichen.
Datenschutz am Uniklinikum Göttingen
Vor jeder Blutspende muss man ein Formblatt ausfüllen, Fragen nach Erkrankungen beantworten, etwa 40 Fragen mit Ja/Nein ankreuzen. Das Formblatt wird mit jeder Spende erweitert – heute ein neuer Passus, neuerdings mit Ja anzukreuzen musste ich (sonst darf man nicht spenden, so die beratende Ärztin) der Weitergabe der medizinischen und personenbezogenen Daten zustimmen. An wen die Daten gereicht werden können steht nicht drin. Daraufhin die Arztin, mit ihr hat jede*r vor der Blutentnahme zu sprechen, auf den neuen “Datenerklärungs”-Passus angesprochen. Sie versicherte wörtlich “Nach bestem Wissen und Gewissen das die Daten nicht zu Forschungszwecken weitergereicht werden” und auf Nachfrage ob mein Gen-Code in den Daten erhoben wird wurde auch mit “Nein” beantwortet.
Soweit ok. Ich glaub ihr das. Aber Glauben ist nicht Wissen. Welche Halbwertzeit mündliche Absprachen haben ist mir bekannt, auch in wie fern Mediziner rechtssichere Auskunft machen können und dürfen ist mir auch bewusst. Von daher werde ich nochmal nachhaken, behutsam versteht sich und an den richtigen Stellen, es wird sicher eine*n Datenschutzbeauftragte*n an der Uniklinik geben – dorthin werde ich mich wenden. So wie der Absatz zur Datenweitergabe jetzt im Formblatt steht wird er kein Dauer-Zustand bleiben.
to be continued…
Resümee
Für die 23 € gabs einen Einkauf im Billiglohnsektor-Markt – zur Abwechslung: Trauben, dekadent spanische Erdbeeren, 2 Bananen, 4 Bio-Äpfel, ein paar Beutel Direktsaft, ne Flasche Rotbäckchen (Immunstark), ein dreierPack Pizza (gabs zuletzt im November), etwas Hackfleisch, Nudeln, ein Beutel Milch, Expresso, zwei Alu-Dosen Lipton (leider gibt es in D den kohlesäurehaltigen Eistee nur in Dose, auch hier Holland Vorreiter). 3 € waren übrig, für Tabak reicht das nicht, dass wird dann heute Abend meine Hutspende für die Veranstaltung zum Gedenken der Opfer der Nationalsozialismus.
Und nun lass ich mich _fallen_ und mir mit meinem Lütten den vom Blutgeld zubereiteten Obstsalat schmecken.
Schönes Wochenende
Uli
*P.S. Zum Blutgeld. Wikipedia und auch Lexikon nennen hier “Blutgeld im islamischen Recht” das sei hier nicht gemeint – ich möchte es daher als reine Polemik verstanden wissen.
P.P.S. Rechtschreibfehler massig und bescheiden durchgegendert – Und ein “Hartzer” der sich Würde bewahrt – wer sich das Maul zerreisst: In 2012 mehr als 31.500.000.000 €, also 31,5 Mrd., in Worten einunddreizigmilliardenfünfhundertmillionen Euro im Bundesfinanzhaushalt für Krieg. Kommt mal klar und reflektiert euch selbst – steht mal auf dann könnt ihr euch widersetzen!
Verfassungsschutz – Pogrom trotz Überwachung
Wenn sich herausstellt das jede Partei ausser die CDU vom Verfassungschutz überwacht wird, dann sollte sie sich doch bitte nicht mehr CDU nennen – denn weder ist das christlich noch demokratisch. Es ist das pure Diktat einer Partei und das hatte Deutschland schon einmal.
Was trotz Überwachung der Linken geschieht konnte Halina Wawzyniak, Rechtsanwältin, stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE und Bundestagsabgeordnete am Anfang des Jahres zum wiederholten mal erfahren.
In der Nacht zum 6. Januar wurden erneut zwei Fensterscheiben von Halinas Bürgerbüro eingeworfen. Die Polizei geht von einem gezielten Anschlag aus. Halina vermutet Rechtsextreme hinter der Tat. Bereits vor einem halben Jahr waren im Umfeld eines Nazi-Aufmarsches die Scheiben ihres Bürgerbüros eingeworfen worden.
„Das wäre ein weiterer Versuch der Nazis ihre Gegnerinnen und Gegner einzuschüchtern“,
erklärte Halina.
„So wie vor einem halben Jahr, wird ihnen dies auch diesmal nicht gelingen. Im Gegenteil fühle ich mich nur noch mehr bestärkt in meinem Kampf gegen Rechtsextremismus. Rassistisches, antisemitisches und ausländerfeindliches Gedankengut darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.“
Du bist im Kampf nicht allein!
Freitag CDU-Göttingen: Organspende rettet Leben – Schlachtenessen
http://www.cdukvgoettingen.de/index.php?ka=1&ska=3
Das einzige was mir zu Organspenden im Zusammenhang mit Schlachtenessen einfällt
CDU – extrem – - – gruselig
—
Also bei CDU Innereien, Wähler*innen Bedürfe sind einfach zu frieden zu stellen, hoffentlich sind auch genug Schnabeltassen da.
Politikverdrossenheit vs Volksverdrossenheit
Politikverdrossenheit bezeichnet eine negative Einstellung der Bürger in Bezug auf politische Aktivitäten und Strukturen, die sich unter Umständen in Desinteresse an und Ablehnung von Politik, ihrer Institutionen und politischem Handeln äußert. Diese Haltung kann generell die ganze politische Ordnung betreffen oder sich nur auf Ergebnisse politischer Prozesse beziehen. [1]
Volksverdrossenheit bezeichnet eine negative Einstellung der Politiker in Bezug auf politische Aktivitäten und Strukturen, die sich unter Umständen in Desinteresse an und Ablehnung von Volk, ihrer Institutionen und ihrem politischem Handeln äußert. Diese Haltung kann generell die ganze Ordnung betreffen oder sich nur auf Ergebnisse politischer Prozesse beziehen. [2]
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Politikverdrossenheit
[2] Keine Quelle. Frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit toten oder lebenden Personen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist nicht beabsichtigt und wäre rein zufällig. Wer etwas anderes behauptet sollte sich gut in Acht nehmen. Ich kann auch anders, da ist immer noch §90 mit dem ich euch den Arsch aufreissen kann und überhaupt du grüner Wicht entschuldige dich endlich für die Behauptung ich sei ein Lügner sonst nehme ich meinen Hut und stopfe ihn dir in den Hals.
—
TAGs sind aufschlussreich
Göttinger Tageblatt? Braun drauf geschissen!
Heute lese ich den Artikel vom 24.1.12 “Ella Bülow: NSDAP-Mitgliedschaft seit 1937” im Göttinger-Tageblatt, es geht um die Benennung von Straßennamen und das nach langer Diskussion
die Stadtverwaltung über das Bundesarchiv bei anstehenden Ehrungen, wie Straßenbenennung oder Gedenktafeln, eine Mitgliedschaft der betreffenden Person in der NSDAP prüft
Für dieses Thema sensiblisiert wurde ich schon vor sehr langer Zeit von Künstler*innen im Hemshof in Ludwigshafen bei Perfomance und Ausstellung irgendwann im 20. Jahrhundert über IG-Farben (damals Zyklon B Produzent, heute unter den Namen Agfa, BASF und Bayer eher geläufig). Künstler*innen die in jüngster Zeit zeigen wie nachhaltig sie sich der Wehr gegen (Neo)Nationalsozialismus verschrieben haben – Ein Beispiel das Büro für angewandten Realismus die sich immer noch mit Nazi-Straßennamen herumschlagenhttp://www.aig-antik.de/aufruf.html und deren Künstler jüngst in einschlägigen deutsch-nationalen (braunen-scheissdrecksfascho) Blogs an Leib und Leben bedroht wurden (ich verlinke den angedrohten Pogrom bewusst nicht).
back to topic:
Soweit so gut der gestrige Beitrag im Göttinger Tageblatt: Mal ein relativ langer Artikel für die Online Ausgabe des GT – für meine Begriffe gut rechercheriert und wohl formuliert vom verantwortlichen Autor Michael Brakemeier. Wären da nicht die üblichen, anonymen Kommentartoren und da heißt es:
Das ist wirklich keine leichte Abwägung – zumal die meisten Toten ja nur Juden, Russen, Schwule, Sozialdemokraten, Kommunisten usw. oder sogar alles zugleich waren.
Das mag jetzt aus dem Zusammenhang gerissen sein, wohl kann es vom Kommentaror ironisch gemeint sein wenn man den Text im Ganzen liest. Und doch bleibt mir die Spucke weg bei dieser Form der Meinungsäusserung, egal in welchem Zusammenhang. Es ist des GT redaktionelle Entscheidung, nicht meine – obgleich ich anders entscheiden würde und den Kommentar entfernen und dem User die erste von drei Verwarnungen aussprechen würde. Soll er (von mir aus auch sie) sein Blog, Facebook oder sonstwo mit der artigen Textpassagen Leser*innen beglücken. Aber: Nicht meine Entscheidung und auch nicht meine Verantwortung! Gelegentlich nimmt das GT seine Verantwortung wahr, meist wird dann gelöscht mit dem Hinweis das ein Beitrag entfernt wurde da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach.
Warum so angepisst, Uli?
Naja, wenn die Kommentare zu o.g. Beitrag im Ganzen liest fällt auch etwas weiter unten ein gesetzter Hyperlink auf eine werbliche und gewerbliche Seite auf. Dazu gibt es eine persönlich erlebte Zote die ich kurz schildern möchte:
Das Göttinger Tageblatt veröffentlichte vor einiger Zeit einen Artikel über die Piratenpartei Göttingen “Piraten: Von Null auf Fraktionsstatus” den ich damals mit “Die Gründe die zu meinem Austritt führten http://uli-e.de/?p=2764″ kommentierte. Kurze Zeit danach erhielt ich eine Email von der Redaktion des Göttinger Tageblatt, mir wurde mitgeteilt das mein Kommentar enfernt wurde da er nicht den Nutzungsbedinungen entspricht und einen werblichen Link enthält. Darauf hin schrieb ich zurück und bat darum alle von mir bisher veröffentlichen Kommentare auf der Webpräsenz des Göttinger Tageblatt zu entfernen und meinen Account “uli-e” dort zu löschen. Der Bitte wurde entsprochen.
Und wo ist jetzt das Fass das du aufmachst, Uli?
Das Fass ist ohne Boden – es ist schon offen. Nach welchen Kriterien das Göttinger Tageblatt Kommentare unterdrückt oder zulässt ist für mich nicht mehr nachvollziehbar – ich würde, milde ausgedrückt, von Willkür sprechen – tue ich aber nicht. Das Göttinger Tageblatt hatte vor einiger Zeit die Registrierungspflicht vor das kommentieren gesetzt, was ich damals sehr begrüsste – damit hat die Redaktion die Nutzung vom im Netzjargon sogenannten Sockenpuppen (Fake-Account oder Multiaccount) eingeschränkt bzw. erschwert. Es wurde ruhiger kommentiert, viel seltener mussten Kommentare gelöscht werden, es ging sachlicher zu. Es wurden eben jene abschreckt – da eine Verknüpfung mit einer Email-Adresse schon etwas mehr an Energie zum kommentieren bedarf. Nebenbei, darf ich vermuten wurden die ~10 redaktionellen Mitarbeiter*innen des Göttinger Tageblatt entlasstet und hatten wieder mehr Arbeitszeit für Recherche und was ein Journlist*innen-Alltag sonst noch beinhaltet frei.
Einschlägige Kommentare
Schaut man heute genauer aufs Podium der Kommentare liest man zu Castor-Artikel, zu Abschiebungen, zu Demos und zu “falschen Fakten” genau den selben Rotz wie vor der Registrierungspflicht. Siehe oben ist da nur ein Bruchteil der empathielosen Ergüssen – aber sie bleiben so stehen, andere Kommentare werden entfernt. Wie gesagt hier deutet sich keine Willkür an, es wird rechter Rotz geduldet und vermeintlich linker ausgeblendet. Sarazins dürfen reden – Luxemburgs nicht. Na dann.
Und wo bist du denn tolerant, Uli, hä wo?
Toleranz ist ertragen/aushalten. Ich ertrage die Kommentare beim GT. Ich ertrage die Artikel des GT. Ich ertrage auch die Artikel des Polizeireporters Jürgen Gückel, auch wenn sie mal vor, mal zurück und jüngst wieder vor rudern – also erst mal unrflektiert (vorrudern) ein Polizeibericht zu mutmasslichen Bombenattentaten (es war ne Tube Pattex oder der Wasserkocher) ins Netz stellen und dann nach gut einem Jahr erschreckt verstellen das sie von Schünemann und CO mit falsche Fakten (zurück rudern) bestückt wurden und jüngst dann wieder Polizeigewalt in der Universität rechtfertigend schildern, wieder den gleichen Fehler begehen und unrefleketiert die politisch motivierten Polizeiberichte 1zu1 veröffentlichen (vorrudern).
Wie gesagt ich tolerier das. Und nebenbei, der Polizeireporter Gückel ist mir vor kurzem sehr sympatisch rüber gekommen – er war auf der Podiumsdikussion: Medienlandschaft in Südniedersachsen. Brauchen wir noch Alternativmedien? anlässlich des fünfjährigen Jubiläums von Mosters of Göttingen. Im Nachhinein frage ich mich allerdings wieviel Kreide hat der Redakteur des Göttinger Tageblattes an diesem Abend gekaut.
Und wo bist du denn intolerant, Uli?
Hier. Und ab jetzt. Jedes Wochenende muss ich aus meinem Briefkasten die werbliche und gewerbliche Schrift GöttingenKOMPAKT rausholen, ich lese sie nicht, ich hab sie nicht bestellt und auf meinem Briefkasten steht die eindeutige Nutzungsbedingung HIER KEINE WERBUNG.
Nun gibt es da wohl ein Urteil das mich dennoch dazu verpflichtet Werbetreibenden eine Sammelstelle für Altpapier in Form meines Briefkasten zu geben, aber auch das hat einen Haken. Denn darauf folgte ein weiteres Urteil (4. Zivilkammer des Landgerichts Lüneburg Urteil, 4 S 44/11), man muss der Verwendung des Briefkasten dem Absender eindeutig widersprechen. Gesagt, getan – im Anschluss die Nachricht an das Göttinger Tageblatt sich anderorts zu entfallten.
Vielleicht überraschen mich die Leute vom GT ja und legen einer ihrer nächsten Ausgaben ein Merkblatt & Aufkleber bei: Werbung Nein Danke – GöttingenKompakt ja bitte! und lassen die potenziellen Leser*innen selbst entscheiden. Vielleicht überrascht mich das GT ja auch inhaltlich mal wieder – und vielleicht wird so Vertrauen zurück gewonnen. Eines solltet ihr Journalisten trotz meines mitunter konfusen, mal auch als aggresiv verstanden Schreibstils wissen: Wenn euch die Meute mal hetzt und sei sie braun oder in Uniform – meine Zivil-Courrage ist euch sicher auch wenn ich nicht immer mag was ihr macht!
Man liest sich, vielleicht.
Uli
Facebook und Twitter werden eins. Upgrade 2012
Verfasst von Uli E unter GÖ-Termine, Privates Offen am 25. Januar 2012
Facebook und Twitter werden eins und stellen eine neue Schnittstelle zur Verfügung, ein PC im herkömmlichen Sinn ist nicht mehr notwendig – einfach Brille aufsetzen und los geht’s, die Welt wird so kleiner, witziger und ist mit mehr Ressonanz erlebbar – neben den bekannten ‘i like’ Möglichkeiten kann man nun Kuscheleinheiten an seine “Freunde” versenden – aber auch anderes als das, Bashing, Mobbing, Häme und Shitstorm sind möglich und das Feine daran niemand wird mehr angefasst. Niemand. Kein kratzen, beißen spucken und andere Körperkontakte, kein Herpes, kein AIDS mehr – das ist doch toll
Und so sieht das aus
Und Immanuel Kant ist doch ein Arschloch. Ein Leserbrief an Immanuel Kant Von einem Bill Shakespeare “O schöne neue Welt, die solche Einwohner hat” ganz zu schweigen und selbst Aldous Huxley mit “Schöne neue Welt die solche Früchte trägt” ist nicht mehr Zeitgemäß. Sie hatten alle keine Ahnung was uns blüht.
fallen lassen
Ich les jetzt Momo von Michael Ende – im Gedanken werd ich zum Träger der Stundenblume und löse die Zeitdiebe in nichts auf – gespannt darauf ob nachdem die letzte Seite gelesen die graue Kiste hochkant vom dritten Stock des Balkons runterfliegt – was schon jetzt ein Paradox verursacht, denn wie sollte man es der Welt bloggend mit-teilen wenn der graue Herr im grünen Gras in Trümern liegt. Vor- und Nachteile, mal auch nur nachträgliche Vorurteile – das Schöne an Sachen ist man kann sich von ihnen trennen – das Schöne, aber auch die Herausforderung am Mensch sein ist: Es gibt keine Trennung, selbst wenn alles kaputt, jeder Witz erzählt, jede Ohrfeige gegeben, jede Träne geweint, jede Beleidigung ausgesprochen, jede Häme gezeigt – das Band bleibt bestehen. Rupert Sheldrake lässt grüßen, täglich.
Die gute Nachricht bei all der Zeit die ich nun durch eine gewisse Abstinenz in “Social-Networks” ein-spare: Den Antrag für den Gasthörerausweis bei der UNI-Göttingen abgegeben, gespannt ob kostenfrei stattgegeben wird und zwei mal die Woche in die UNI-Bibliothek – das ausgeleerte, aber dennoch zerbrechliche Glas mag befüllt werden.
——————————————————————————————-
Veranstaltungshinweis: “Das Web 2.0 – Facebook & Co: Soziale Netzwerke und neue Freundschaftskultur im Web” am Montag den 30.1.12 im APEX um 19 Uhr – weiterführende Informationen bei Monster of Göttingen oder auch hier im Linken (ja großgeschrieben) Menu unter MOG Termine (RSS).
Göttingen munkelt: Wulff im Anmarsch
Ein Gerücht ist im Umlauf – Christian Wulff solle nach Göttingen kommen, eine Einladung soll er erhalten haben – am Ende des Schreibens steht die Unterschrift eines Mensch Meyer jedoch nur “Hochachtungsvoll” und (noch) nicht “Mit untertänigsten Grüßen” geschweige dem mit “Sonstwas-Gruß”. Rathaus Göttingen und Schloss Bellevue scheinen eins gemeinsam: Die Wände haben Ohren und nunmehr auch Augen…
Da wird man jetzt den Punkt Menschenrechte und informationelle Selbstbestimmung einwerfen, Despoten machen das gerne wenn sie mit dem Rücken zu Wand stehen – plötzlich entsinnen sie sich, aber nur wenn es um die eigene Person geht. Immer noch stehen in öffentlichen Raum mehrere tausend Kameras die Datenschutzbeauftragteder Länder bedenklich finden, hier in Niedersachsen sind das der Zeit ~800 bemängelte Überwachungskameras, knapp 50 davon in Göttingen, 4 davon in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf die Insassen beim Toilettengang filmen.
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Artikel 3 (1)
Suchtipp: “datenschutzbeauftragter kameras göttingen” – die im ersten Absatz angedeuteten Zecken findet man dort allerdings nicht
Aktuelle Quoten 2011
Nach Auswertung von Suchbegriffen die aktuellen Blogquoten…
Die realen Zahlen aus 2011 als Top 10 (Suchbegriff & Anzahl Hits via Suchmaschine):
uli-e 3415
uli e 1788
andreas popp kritik 772
mirco da silva 558
www.uli-e.de 552
isa yahkup göttingen 347
ehssan khazaeli 244
leider ist dieses video in deutschland nicht verfügbar, da es musik enthalten könnte, für die die gema die erforderlichen musikrechte nicht eingeräumt hat. 242
ulrich eberhardt göttingen 187
andreas schelper piratenpatei göttingen 139
isa yahkup 138
27. Januar: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Verfasst von Uli E unter GÖ-Termine am 23. Januar 2012
via GÖ-Mailingliste
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Marianne und Petra Rosenberg erinnern an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma – Konzert und Lesung
Freitag, 27. Januar 2012, 20 Uhr
Aula am Waldweg, Waldweg 26, Göttingen
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ werden Marianne und Petra Rosenberg in Göttingen an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma erinnern. Die Gedenkveranstaltung beginnt am Freitag, 27. Januar 2012, um 20 Uhr in der Aula am Waldweg, Göttingen, Waldweg 26. Auf Wunsch der Mitwirkenden ist der Eintritt kostenlos. Kartenreservierung ist jedoch unbedingt erforderlich unter: 27.Januar|ät|web|punkt|de oder DGB Göttingen, Telefon (0551) 44097. Spenden sind zur Deckung der Kosten erwünscht.
Marianne Rosenberg liest aus ihrer Autobiographie „Kokolores“. Ihre Schwester Petra Rosenberg liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg „Das Brennglas“. Ferenc Snétberger spielt Gitarrenimprovisationen aus seinem Werk „Themes for my people”, das er den ermordeten Sinti und Roma gewidmet hat und das 2007 zum Tag der Befreiung im Haus der Vereinten Nationen in New York aufgeführt wurde, und begleitet Marianne Rosenberg bei themenbezogenen Chansons.
„Die Sinti und Roma, die den NS-Völkermord überlebt haben“, sagt Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, „sind durch ihre traumatischen Erfahrungen so nachhaltig geschädigt worden, dass ihr Vertrauen in die bundesrepublikanische Gesellschaft gestört ist. Aber auch das Bewusstsein der zweiten und dritten Generation ist von der Erfahrung geprägt, Teil einer Minderheit zu sein, die von der völligen Vernichtung bedroht war und immer noch in hohem Maße unter Diskriminierung zu leiden hat.“
Ihre Schwester Marianne Rosenberg gehört zu den bekanntesten deutschen Sängerinnen. Seit drei Jahrzehnten kennt man ihre Lieder, ihr Leben ist dennoch wenig öffentlich: „Mein Weg erschließt sich aus der Geschichte unserer Familie“, schreibt sie in ihrer Autobiographie „Kokolores“. Der Vater, selber Musiker, entdeckte früh ihre Stimme und förderte ihr Talent. „Die Schicksale derer, die nicht überlebt hatten, begleiteten uns. Für meinen Vater war es ein Segen, dass ich sang, denn die Zeit der Almosen und Entbehrungen, der verlorenen Kämpfe um die ‚Blutgelder’ war vorbei.“ Heute singt sie Jazz und Chansons. „Singt sie“, so die FAZ, „in kaum erträglicher Intensität. Singt Gefühle, die ein Leben jagen.”. „Sing mit dem Herzen”, hatte ihr der Vater gesagt.
Otto Rosenberg, geboren 1927 in Ostpreußen und aufgewachsen in Berlin, schreibt in seinen Erinnerungen: „Wir waren seit jeher, solange ich denken kann und nach allem, was mir erzählt worden ist, deutsche Sinti. Wir waren nicht reich, wir hatten das Nötige, wir haben in Frieden gelebt. Und dann eines Morgens, es kann früh um vier, fünf Uhr gewesen sein, wurden wir durch SA und Polizei aufgeschreckt: ‘Los, anziehen! Schnell, schnell!’ Ich war gerade neun Jahre alt geworden.“
Für die Olympiade 1936 sollte Berlin ‚zigeunerfrei’ sein. Familie Rosenberg wird in Berlin-Marzahn in eines der ersten kommunalen Zwangslager für rassisch Verfolgte gesperrt. Tausende werden von hier aus in die KZ verschleppt. Kurz vor seinem 16. Geburtstag sitzt Otto Rosenberg in einem Zug voller Kinder. Fein gekleidet, mit Stullentäschchen und Mappen. Sinti-Kinder, Roma-Kinder, ich weiß es nicht. Süße Gesichter, alle so sechs, acht Jahre alt, der ganze Waggon war voll. So kam ich in Auschwitz an.”
Otto Rosenberg hat Auschwitz überlebt, Buchenwald, Dora, Bergen-Belsen. Er hat den Tag seiner Befreiung erlebt. Bis zu seinem Tod 2001 kämpfte er für die Rechte der Sinti und Roma, ihre Anerkennung als Verfolgte des NS-Regimes. 500.000 Sinti und Roma fielen dem NS-Völkermord zum Opfer. Auch heute noch ist der Alltag vieler Sinti und Roma in Deutschland von Ausgrenzungserfahrungen geprägt.
Es wird ein sehr persönlicher Abend, an dem Marianne Rosenberg und Petra Rosenberg an ihren Vater erinnern.
Veranstalter sind das Bündnis „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar“ in Kooperation mit dem Methodenzentrum Sozialwissenschaften, Universität Göttingen.
———————————————————————–
Kostprobe aus der Autobiografie von Marianne Rosenberg
Udo Vetter: “Satire darf alles” Teil 1,5: Satire
Udo Vetter gab ein Interview bei monero.de, das hier nachzulesen ist. Dazu hatte ich hier einen Anfang gefunden die Behauptung “Satire darf alles” die Herr Vetter im Interview machte für mich zu hinterfragen.
Ich hänge momentan an Teil 2 und 3 die doch schon sehr textlasstig werden
Diesmal nur kurz, deswegen auch Teil 1,5 Satire.
Mir ist es an dieser Stelle nicht vergönnt diese “Satire” zu veröffentlichen, nicht weil ich rechtliche Konsequenzen fürchte sondern weil es mich dann selbst emotional so sehr trifft und nach eigener Definition von Moral für mich nicht vereinbar zu veröffentlichen. Daher der Code (also doch veröffentlicht) für u.a. WordPress:
<code> Hörtipp: Causa Wulff aus dem Kopf kriegen
Die nächstbeste Platte genommen die Youtube angeboten hat:
<strong>Costa Cordalis</strong> mit seinem Titel “<strong>Nimm das nächste Schiff nach Rhodos”</strong> von seiner nicht mehr als zu aktuellen Platte “<strong>Ich will dir den Himmel schenken”</strong>
<iframe src=”http://www.youtube.com/embed/Znat4GSufC8″ frameborder=”0″ width=”590″ height=”430″></iframe></code>
Der Code über “iframe” steht explizit nicht unter CC-BY. Dient lediglich dazu etwas zu veranschaulichen. Es wird angespielt wie sich die Berichterstattung verlagert. Aus den Augen aus dem Sinn – unter dem Aspekt nach einer für die Betroffenen und Angehörigen katastrophalen aktuellen Schiffshavarie ganz nach dem Motto von Christian Wulff:
In einem Jahr ist alles vergessen
Und doch merkt man, sonst käme es mir nicht in den Sinn, diese Häme wohnt in mir.
Der Abgrund hinterm Nachttisch
so nannte es Michael Grunert vergangenen Sonntag als er nach seinem Stück Schlachter-Tango Rede und Antwort stand.
Der Abgrund in jedem. Satire darf alles…?








