Im Hungerstreik – Anfang vierter Tag!
2nd März, 2010 - Posted by Uli E - 2 Comments
Als Fortsetzung zum Hungerstreik, den ich am 27.02. begann, ist dieser Beitrag zu sehen.
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Meine Forderungen im vorangegangen Beitrag scheinen sicher dem/der Ein oder Anderen unerfüllbar. Realistisch gesehen mag das sogar stimmen und doch wird etwas daraus resultieren. Dennoch halte ich meine Forderungen an Westerwelle, Schünemann, an die Stadt und den Landkreis Göttingen, als auch (die sicher für die Öffentlichkeit missverständlichen) privaten Forderungen aufrecht. Die Forderungen sind nicht verhandelbar, der Hungerstreik endet erst mit Erfüllung der aufgelisteten Forderungen an Bund, Land Stadt, Kreis und Privatpersonen. Option zwei, welche nicht vom Tisch zu weisen ist, die Forderungen werden nicht erfüllt, ich hungere bis zum Ende. Konsequent und mit meiner persönlichen Hoffnung unnachgiebig stark genug zu bleiben, eben bis zum Schluss.
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Nun ein wenig über mich:
Susanne hat mich gestern besucht, zum Glück! Zuvor wollte ich ja kein Besuch, musste mich erst mal sortieren, nachdem ich am 27.02 eine Aufforderung (Danke Heike) zum 04.03. zu einer Anhörung nach SGB 10 bei Herr V. ’befohlen’ wurde.
Aber das lasse ich mal, positiv weiter: Mein Engel hat mir verschiedene Demeter-Säfte mitgebracht, die ich mürrisch erst mal ablehnte, unter anderem ein Gemüse-Saft (da könnte ich auch essen). Im Nachhinein aber eingesehen, das Wasser und 1-2 Gläser O-Saft meinen Körper übersäuern wird. Deshalb wird nun Wasser gelegentlich mit Säurearmen Obstsäften gemischt. Zudem hat sich die Sonne gezeigt und wir sind etwa 45 Minuten im Göttinger-Wald spaziert, dies tat dem Kreislauf überaus gut. Schön das es diesen Menschen in meinem Leben gibt, großes Herz mit viel Toleranz.
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Bild ist von heute. Da ich feststelle das es, wie zum Beispiel beim Heilfasten auch häufig ausgesagt wird, äusserliche Veränderungen gibt. Damit einher geht etwas Kopfweh und seit gestern Pickel (der Dreck kommt raus):
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Morgen Termin um 10 Uhr bei Stadt Göttingen FD-Soziales, bei Herr V. gestern einen Termin ausgemacht zur Akteneinsicht. Bis die Akten soweit frisiert sind dauert es offensichtlich 2 Tage ‘Termine nur nach Vereinbarung’. Bis spätestens Donnerstag Anhörung nach SGB 10 - § 24, bis dahin muss ich mich äussern. Mein Vorschlag: Man schiebe sich die Paragraphen in den Allerwertesten und traut sich bei Behörden Mensch zu sein, dies auch in besonderem Masse auf Schünemanns Erlass der Stadt und dem Kreis Göttingen gegenüber. Traut euch! Am Schluss sind es die Befehlsempfänger die büßen, während die Hintermänner Zyankalie schlucken und sich ihrer Verantwortung entziehen (letzter Satz ist die Lehre aus der deutschen Geschichte; nicht vergessen).
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An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an meine Schwester, die Worte, die Unterstützung und in besonderem Masse den Hinweis auf den Paritätischen Wohlfahrtsverband der Guido Westerwelle gestern als volksverhetzenden Troll entlarvt – Stern, Süddeutsche geht noch weiter und nennt es Guidos Geschwätz. Danke das es noch Medien gibt die täglich beweisen dass es einen Pressekodex gibt. Das der Axel-Springer-Verlag aka Bild, obwohl er sich schon mehrfach die Finger an heißen Tagen verbrannte, Westerwelles Lügen verbreitet ist sicher den meisten bewusst. HNA ist übrigens kein deut besser, sie trinken vom gleichen Fass, siehe jüngste Artikel zu Demos in Göttingen. An dieser Stelle der Dank das es dem Göttinger-Tageblatt, wenn auch erst nach massiver Kritik aus Öffentlichkeit und Presserat, im nachhinein gelungen ist einen annähernd objektiven Artikel zu den jüngsten Demos zu schalten, worin sie die Polizeigewalt skizzieren (etwas verwundert das google den Beitrag nicht mehr indexiert).
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Zudem ein erfolgreicher Tag, begrüßenswerter Entscheid des BVG zur Vorratsdatenspeicherung. Danke an dieser Stelle an AK Vorrat, den Piraten, alle Kläger und Unterstützer. Wach sollte man allerdings bleiben, dies auch im Hinblick auf die Verarsche im Zusammenhang mit dem Zugangserschwerungsgesetz (Piraten feierten den Erfolg, dann unterschreibt Köhler doch).
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Aber man sollte sich nicht zu sehr verzetteln, schliesslich brennt es mir unter den Nägeln oder besser formuliert im Bauch. Denke das in etwa 10 Tagen zu ersten kleineren Problemen kommt, hoffe aber weiter mein Mann innerhalb der Piratenpartei-Göttingen stehen zu können und zu dürfen. Morgen ist Mitgliedertreffen, am 13. März erst der Landesparteitag.
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Wer nicht weis worum es überhaupt geht:
- Ich warte auf Schünemanns Einsicht, heb den Erlass auf. Entschuldige dich im Rat. Und mische nicht bei Einbürgerungsangelegenheiten mit!
- Ich warte auf die Zahlen über die Rüstungsausgaben!
- Ich warte auf die Entschuldigung von Westerwelle und die Speisung!
- Ich warte auf die Kohle durch gewonnen Prozess gegenüber der Stadt Göttingen im Jahr 2008
Die Forderungen finden sich vollständig im vorigem Beitrag
Posted on: März 2, 2010
Filed under: Allgemein

http://www.youtube.com/user/bgenymous
VOCM
2 Comments
wins
März 3rd, 2010 at 19:19
„ …so frage ich Dich,
was ist es, das Du seit Deiner Geburt schon immer in Deiner Hand halten wolltest?
Holz? Metall? oder eine andere Hand?”
Emahó
Vielleicht ist es leichter, sich aus dem Leben zu fasten als nach Wegen zu suchen, das Leben zu Leben und im Leben zu stehen.
Es ist schade zu sehen und zu lesen, wie du dich augenscheinlich auf die oben im Blog genannten Gründe aus deinem eigenen Leben verabschiedest und gerade jemandem wie Westerwelle die Macht überlässt, durch ein Essen für andere mit über dein Leben zu entscheiden. Es ist interessant zu beobachten, wie viel Aufmerksamkeit Du anscheinend bekommst aber leider nicht von denen, die es betrifft. Ich hätte dir gewünscht und wünsche dir von Herzen, Menschen zu haben, die dich stark machen zu dem zu stehen, was du BIST, denn darum geht es im Leben, nicht um das, was wir tun oder nicht tun. Was nützt es denn wenn alle zum Essen kommen und dein Wunsch bedient wird, ohne das der Mensch Westerwelle dahinter wirklich sein “Sein” verändert und nicht nur vordergründig etwas tut. Wir brauchen meiner Meinung nach Menschen, die im Leben stehen, wahrhaftig und selbstverständlich, ehrlich und im Dialog. Die Forderungen stellen, aber auch im Dialog bleiben, wie diese Umgesetzt werden können. Die Seifenblasen auf dem Foto sind schön anzusehen, der Mensch dahinter auch. Die lebensdauer einer Seifenblase ist kurz und hinter den Farben ist die Leere…ich wünsche dir, das dein Leben lange und satt sein wird…
Uli E
März 4th, 2010 at 15:33
Die Hand!
ein schöner Kommentar, Seelensprache. Es anzuerkennen würde bedeuten nachgiebig zu sein. Dazu kann mein Geist und Wille sich nicht entscheiden, einzig und allein der Körper noch kann dies tun.
Gestern wurde mir von einem Freund gesagt, ein Pastor fastet 30 Tage, auf Nachfrage lies ich mir bestätigen das dies sein persönlicher kritischer Punkt wäre. Da muss ich sagen: Ich bin kein Pastor, ich mache keine Heilanwendung, Meditation und Sing- Bet- noch Spielkreis, zudem rauche ich und lebe nicht wie ein Priester. Schlafe wenig, renne auf Ämtern rum, mache politsche Arbeit, liebe und kümmere mich um den ganz normalen Wahnsinn, wasche Wäsche, putzen, kümmere mich um TÜV, Strom, Halte den Geist auf trap, naja das kochen fällt nun weg. 30 Tage bedeuten für mich das: Bis dahin wird mein Körper schon wieder freigegeben sein und ist bereit für die Bestattung.
Was ich sagen möchte ist: Ich höre auf mein Herz und die Frequenz ist bei jedem anders. Niemand sollte versuchen meine Entscheidung nachzuvollziehen. Niemand ausser die Genannten sollte betroffen sein.
Was der Leser spürt ist Machtlosigkeit meiner Entscheidung gegenüber. Realistisch ist dass der werte Leser und Leserin ohnmächtige Machtlosigkeit gegenüber Westerwelle und Konsorten verspürt. Ich möchte ausdrücken das mehr Chancen bestehen Politiker und Politik zu ändern, die Ohnmacht also deplaziert ist.
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