Ein Scheisdreck wird gut? Nicht mit mir!
25th Juni, 2010 - Posted by Uli E - No Comments
Eigentlich sollte man leicht Blau von einem Weizen und etwas Pernod nicht bloggen, uneigentlich mach ich es nun doch oder weil es sich gerade anbietet da es ruhig bei mir ist und sich die Gedanken- mit der Gefühlswelt überwirft.
Warum? Heute bei einem Chirurg Namens Dr. Fleischer einen Termin gehabt. Ich komme rein in das Anmeldezimmer im vierten Stock des Weender Krankenhauses, die Sekräterin (oder Gott weis welcher Noob das war) zu mir nach dem ich meinen Namen nenne “Ah, sie sind der junge Mann mit dem Kiefertumor“, ich so “Nein, erstens weil ich 41 bin also nicht mehr der Jüngste auch wenn es so wirkt und zweitens (leicht säuerlich) das Wort Tumor höre ich zum ersten mal“, ich denke mir “wie brunsdumm unsensibel muss man sein um sowas vom Stapel zu lassen” wäre ich ein Moosröschen und würde ausgesprochene Wörter (und ich spiele nicht auf das Alter an) bei mir mehr ausser Wut auslösen hätte ich spätestens im Wartezimmer den ersten Weinkrampf bekommen. Aber nein, die Wortmagie wirkt nicht, zumindest nicht wie angedacht.
Also weiter gehts, ich geb ihr (der “sensibelen” Tumorfrau) die Papiere von Hausarzt, von HNO, vom Onkologen, vom dies, vom das, die Röntgenaufnahmen, die CTs mal Torax mal Schädelbasis. “Nehmen sie noch Platz im Wartezimmer, der Doktor ruft sie auf.” Ich hol mein Buch raus, lese grad Mr. Nice von Howard Marks und schalte ab, muss grinsen beim lesen. Die Welt fernab. So werde ich dann aufgerufen, “Guten Tag“, “Guten Tag” denk mir ”kommense rein, könnense rausschauen“, ich erzähle was war und das dieses Ei unterm Ohr nun nach 10 Wochen etwas nervt, Schmerz ja, kann aber nicht sagen welcher Art und Form da ich derer nicht der Feinfühlisgste bin. Er, Chef Arzt, drückt bisschen dran rum, ich viepe wie ein Meerschweinchen. “Da nehmen wir ne Probe“, ich so “ne Piobsie?” er “wir schneiden das auf und nehmen ein Teil fürs Labor“. Der Rest geht sehr schnell, ab ins Vorzimmer, Termin ausgemacht, die Tumorfrau “passt gleich Montag” ich stammelnd “Ja“, “gut dann schicke ich sie gleich zum Anästhesisten, der macht die Beratung wegen Narkose“, ich so zum Chefe “Nur ambulant, was anderes geht nicht“, er “ja ambulant“. “Tschüss” “Tschüss“.
Runter, klingeln beim Patientenmangament, wieder Papiere ausfüllen ala “wann haben sie ihren letzten Furtz gelassen”. Dann der Narkosearzt, klärt mich auf. Nach dem ich aufgeklärt bin, bekomme ich ein Stapel Papiere, spiele den Laufburchen und bringe diese wieder Hoch in den Vierten. “Rufen sie morgen an um zu erfragen wann die OP ist“, ich “Ja. Tschüss”
Morgen sag ich ab und verschieb das erstmal in den Juli. Mein Resultat ist: “Wenn du zu Ärzten gehts musst du Kerngesund sein“
Posted on: Juni 25, 2010
Filed under: Allgemein

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VOCM
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